NordVPN mit dem Synology DS718+ NAS

Synology DS718+ with NordVPN

Es gibt viele Gründe weswegen in bestimmten Situationen eine VPN-Verbindung genutzt werden sollte.
Seinen eigenen Computer oder das Handy mit diesem zu verbinden ist mittlerweile, Dank Software und Apps, einfacher den je.

Privat nutze ich NordVPN, ich bin mir jedoch auch im Klaren darüber, dass dies wie eine Religion gelebt werden kann. Letztlich muss jeder selbst wissen, bei wem er sich einkauft.
NordVPN selbst stellt OpenVPN-Dateien zur Verfügung, um eben auch Geräte kompatibel zu machen, die keine Software haben, sondern nur OpenVPN können. Die Synology NAS-Systeme zum Beispiel.

Natürlich gibt es auch andere VPN-Anbieter, die derartige Dateien zur Verfügung stellen und mein Tutorial lässt sich natürlich zum Großteil auch für diese anwenden. Auch ist meine Anleitung auf allen Synology NAS-Systemen anwendbar, sofern sie DSM 6.2 nutzen.

Natürlich vergessen wir bei all dem nicht den Aspekt, dass man nicht zwingend durch ein VPN sicher ist.
Dazu habe ich bereits einen Artikel verfasst: Anonym surfen und andere Lügen.
Viele Punkte davon greifen jedoch nicht, da wir nicht mit einem Browser im eigentlichen Sinne arbeiten.

DAs Synology NAS DS718+

Vor einiger Zeit habe ich mir das DS718+ (2x4 TB Festplatten) gekauft. Es hat sich mittlerweile sehr gut in meine heimische IT-Umgebung integriert und auch mein Pi-Hole Werbeblocker läuft darüber.
Das passende Tutorial kannst Du hier finden: Pi-Hole AdBlock via Docker auf dem NAS Synology DS718+. Natürlich geht damit noch mehr, wie z.B. ein PLEX Mediacenter oder eine Zentrale Stelle für Downloads mit dem jDownloader.

Aber heute geht es um NordVPN. ;-)

Vorbereitungen

Notwendige Dateien herunterladen

  1. OVPN-Dateien runterladen von NordVPN herunterladen
  2. Zertifikate für die OVPN-Dateien von NordVPN herunterladen

Optional: Dateien sortieren

Die beiden Archive am besten schon einmal vorsortieren. Nur wenige Länder werden wirklich gebraucht. Deswegen die brauchbaren Dateien raussuchen und sortiert abspeichern.
Wer von euch also vermehrt den Fokus auf deutsche Server legt, sucht diese einfach aus den Zertifikaten die .TLS- und .CRT-Dateien und aus den Server-Ordnern die TCP- und UDP-.OVPN-Dateien raus und verschiebt sie in einen gemeinsamen Ordner namens "DE".

Einen guten NordVPN-Server finden

Nicht jeder Server ist gleich. Auch haben wir vermutlich, je nach Situation und Aufenthaltsort, unterschiedliche Ansprüche an den Serverstandort. Oder wir möchten einfach nur das NAS -zumindest IP-technisch- in ein anderes Land setzen.
Dafür bietet NordVPN eine einfache Lösung: Server recommended by NordVPN

Dort bekommen wir direkt einen idealen Server genannt:

Wir merken uns nun die Kennung des Servers (auf dem Screenshot: de493) und machen weiter.

Natürlich können wir auch rechts einen Server gemäß zusätzlichen Anforderungen empfehlen lassen.
So können wir zum Beispiel auch einen Server auswählen, der eine Doppel-VPN-Verbindung bietet. Das bedeutet, dass eine VPN-Verbindung im Land der jeweiligen Auswahl Endet, und dann nochmal sin einen Tunnel geleitet wird. Anhand der Serverkennung erkennen wir auch wo, nämlich UK:

Die passenden Serverdateien und Zertifikate finden wir im Ordner des jeweiligen "Erst-Lands" [hier: NL]. Eine doppelte VPN-Verbindung ist sicherlich ganz praktisch und hat garantiert seine Anwendung.

Wir beschränken uns aber vorerst auf eine einfache Verbindung.


Die Einrichtung

Systemsteuerung

Als erstes müssen wir die Systemsteuerung des NAS öffnen. Ich habe dazu eine Verknüpfung auf dem Desktop des NAS'.

Wer diese Verknüpfung nicht hat, muss diese über das Hauptmenü links oben auswählen.

 

Anschließend öffnen wir in der Kategorie "Konnektivität" die Option "Netzwerk".

Nun auf den Reiter "Netzwerk-Schnittstelle". Dort bekommen wir alle Netzwerk-Verbindungen angezeigt, die uns das NAS bietet.

Mit "erstellen" und "VPN-Profil erstellen", richten wir nun die VPN-Verbindung ein.

VPN-Profil erstellen

Verbindungsmethode

Als Verbindungsmethode wählen wir "OpenVPN (über den Import einer .ovpn-Datei)" aus.

Allgemeine Einstellungen

In den allgemeinen Einstellungen des neuen VPN-Profils müssen wir nun grundlegenede Einstellungen vornehmen:

  1. Profilname: Der Name des Profils. Ich selbst nutze einfach den NordVPN-Servernamen (wir werden ohnehin mehr als einen erstellen wollen, um auch mal wechseln zu können)
  2. Benutzername: Der NordVPN Benutzername
  3. Kennwort: Das NordVPN-Kennwort
  4. .ovpn-Datei: Per "Durchsuchen" wählen wir nun zum NordVPN-Server passende OVPN-Datei heraus (die Datei aus dem ZIP aus der Vorbereitung)
  5. CA-Zertifikat: Per "Durchsuchen" wählen wir das passende Zertifikat
  6. Zu ignorieren: Erweiterte Optionen. Hier brauchen wir nichts

Erweiterte Einstellungen

Im nächsten Schritt wählen wir folgende Punkte aus:

  1. Standard-Gateway auf Remote-Netzwerk verwenden
    Ansonsten müssen wir manche Verbindungsdaten wie DNS usw. selbst konfigurieren. Ein VPN-Dienstanbieter regelt dies meistens für uns
  2. Wieder verbinden, wenn die VPN Verbindung verloren wurde
    Dadurch verbindet sich das NAS wieder, wenn die Verbindung mal abgebrochen sein sollte (nach einem Internausfall z.B.)

Mit einem Klick auf "Übernehmen" sind wir auch schon fertig. :-)

Verbindung starten

Mit einem Rechtsklick auf die neu eingerichtete Verbindung können wir nun "Verbinden" auswählen. Die Verbindung wird sofort aufgebaut.
Sollte mal was nicht funktionieren: Sicher, dass Dein Benutzername und Passwort korrekt sind? ;-)


VPN-Verbindung testen

Natürlich sollten wir uns niemals blind auf etwas verlassen. Deswegen testen wir natürlich die Verbindung bevor wir damit produktiv arbeiten. ;-)

Den Test vorbereiten

Den folgenden Test können wir mit jedem Download-Tool machen, das auf dem NAS läuft. Egal ob Download Station oder jDownloader. Hauptsache der Download geht vom NAS aus.
Ich verwende hier Download Station.

Download Station installieren

Aus dem Paket-Zentrum installieren wir Download Station.

Test-Datei herunterladen

Die Webseite TorGuard bietet hierfür einen exzellenten Service!
Die Datei, die wir dort runterladen, ist vollkommen individuell und wird bei jedem Webseitenbesuch neu generiert. Dadurch können wir prüfen, von welcher IP-Adresse aus auf diese Datei zugegriffen wird, ohne ein verfälschtes Ergebnis zu bekommen.

Als erstes öffnen wir die TorGuard - Check my Torrent IP Webseite.
Dort finden wir eine riesige grüne "Download Now" Schaltfläche, die wir auf anderen Webseiten ja eigentlich nicht drücken. ;-)
Auf diesen Banner einen Rechtsklick, dann "Link-Adresse kopieren" (oder wie auch immer es in deinem Browser heißt):

Diesen Link können wir nun in der Download Station einfügen:

  1. Die Schaltfläche für "neue URL" klicken. 
  2. Sofern es noch nicht standardmäßig konfiguriert ist, muss hier ein Speicherort ausgewählt werden
  3. In das "URL eingeben"-Feld den Link einfügen
  4. Mit "OK" bestätigen

Nun wird der Download in der Download Station angezeigt:

Auf der TorGuard-Webseite erscheinen nun die ersten Daten:

Über Anbieter wie www.wieistmeineip.de können wir nun unsere echte IP-Adresse herausfinden:

Und nun wissen wir, dass das VPN funktioniert. :-)


Fragen & Antworten

Stand 13.04.2020 (u.a. erweitert durch euch!)

Frage: Ist mein NAS dann noch per IP-Adresse in meinem LAN verfügbar?

Antwort: Ja, lokale Andressen sind ausgenommen

Frage: Ich möchte mehr als einen Server hinzufügen. Was muss ich tun?

Antwort: Leider alle Installationsschritte pro Server durchführen. Jeder Server hat seine eigenen OVPN-Datei und deswegen muss passend dazu immer eine neue Serververbindung eingerichtet werden. :-(

Frage: Bekommst du Geld von NordVPN dafür?

Antwort: Leider nein. Ich bin ein zu kleiner Fisch und habe keinen Youtube-Kanal, den ihr mit eurem Blut abonnieren könnt.

Frage: Ist das NAS nach wie vor von außen verfügbar?

Anwort: Ja, ist es. Zumindest über die Synology Quickconnect.to-Adresse.

Frage: Ich nutze das OpenVPN bereits um mich via Quickconnect.to auf das NAS zu verbinden. Und nun?

Antwort: Leider muss man sich zu Beginn entscheiden, was man tun möchte. Eine zusätzliche VPN-Verbindung lässt sich bei aktivem VPN-Server jedoch erst gar nicht konfigurieren. Ich habe dies damit geregelt, dass ich mich nicht zum NAS, sondern zur Fritzbox verbinde. Dann entfallen auch lästige Port-Freigaben.

Frage: Is your tutorial also available in English?

Answer: Yes, but not by me and not in as much detail: NordVPN on Synology NAS

Warum hast du eine "LAN 51"-Verbindung?

Antwort: Ich arbeite im Dienste des US amerikanischen Militärs und das ist meine direkte Verbindung auf das Rechenzentrum von Area 51. Eigentlich ist es jedoch meine ZeroTier VPN-Verbindung, um bequem Dateien zwischen meinem Computer im Rechenzentrum und zu Hause austauschen zu können. Die LAN-ID wurde rein zufällig generiert und ich hatte darauf keinen Einfluss. ;-)
Da ich zu Hause keinen Zocker-Computer mehr in Benutzung habe, spiele ich im Rechenzentrum per Shadow.tech (über diesen Link bekommst du übrigens den ersten Monat günstiger).


Letzte Worte

Gerne freue ich mich auf eure Fragen und euer Feedback. Meine bevorzugten Kontaktdaten findet ihr hier unten drunter, aber natürlich könnt ihr mir auch per E-Mail an mein Impressum schreiben.

Tags: Synology, NordVPN, VPN

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